• Fließgewässer, Bäche und Grabenläufe

  • Landschaftspflegeverband Altötting - Renaturierung von Bächen

  • Libelle am Bachlauf

  • Fließgewässer, Bäche und Grabenläufe

  • Feuersalamander

Renaturierung von Bächen und Grabenläufen

Die meisten Bäche und Gräben in unserem ländlichen Raum wurden seit Anfang des vorigen Jahrhunderts über Regulierungsmaßnahmen begradigt und kanalisiert. 


Dies geschah zum Zwecke der Landverbesserung, wobei insbesondere vernässte Talauen und Feuchtgebiete trockengelegt wurden. Weiterhin wurde durch die Begradigung der vormals frei und in Eigendynamik mäandrierenden Bäche mehr Land als zuvor nutzbar.



So finden wir heute in der intensiv genutzten Landschaft meist nur noch lineare Graben- und Bachläufe  mit einer häufig intensiven Nutzung bis an den Fließgewässerrand. Gleichzeitig wurden Ufergehölze entfernt um Schattenwurf auf angrenzende Flächen zu vermeiden. 


In der Konsequenz erfordern solche Gräben durch starke Verkrautung und zt. erhebliche Erosion ständig fortlaufende Unterhaltskosten.

Folgen der Bachbegradigung sind z.B.:

  • schnellere Fließgeschwindigkeit und dadurch verstärkte Ufererosion
  • fehlender Bewuchs z.B. mit Erlen, sodass keine Ufersicherung über das
 Wurzelwerk erfolgen kann
  • gleichzeitig besteht durch die volle Besonnung in Verbindung mit Nährstoffeintrag eine erhebliche Verkrautungsgefahr

Steigerung der Hochwassergefahr durch beschleuniogung des Abflusses, bei gleichzeitig verringerter Rüchhaltefuntion

Bäche, die in Ihrem naturnahen Zustand erhalten geblieben sind oder durch entsprechende wasserbauliche und landschaftspflegerische Maßnahmen wieder in einen naturnahen Zustand rückgeführt wurden, erfüllen dagegen eine äußert wichtige ökologische Funktion im Naturhaushalt als Vernetzungsader und bieten außerdem eine überaus reizvolle Gliederung der Kulturlandschaft.



Aus diesem Grunde hat es sich der Landschaftspflegeverband zur Aufgabe gemacht, neben der Pflegemahd von Streuwiesen und Magerrasen, sowie der Durchführung von Hecken- und Streuobstpflanzungen auch im Bereich der Gewässerrenaturierung vermehrt tätig zu werden.

Ziel ist dabei:

  • breite, krümmungsreiche Bachbette zu entwickeln, die flach und
 buchtenreich sind
  • lockeres, ungezwungenes und lichtes Ufergehölz, wodurch im Bach und
 Uferbereich ein vielfältiges, ökologisch wertvolles Biotopmosaik entsteht, das unterschiedlichste Nischen und damit hohe Artenvielfalt bzgl.
 Tier- und Pflanzenwelt gewährleistet.
  • Schaffung von extensiv genutzten Pufferstreifen entlang der Gewässer, um randlichen Nährstoffeintrag zu mindern.