• Streu- und Feuchtwiese

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Streu- und Feuchtwiese

(ACHTUNG TEXT DER ALTEN HOMEPAGE)

Streu- und Feuchtwiesen repräsentieren einen Lebensraum, der mittlerweile zu den gefährdetsten Biotopen zählt. Da auf Streuwiesen eine intensivere Nutzung noch nie möglich war bzw. mit nicht vertretbaren Aufwand, wurden diese Flächen zu früheren Zeiten - als sog. Festmistbetriebe noch die Regel waren - zur Streugewinnung für die Einstreu im Stall genutzt.

Durch den Verzicht auf Düngung und dem späten Schnitt nach Absamen der Pflanzen sind so im Laufe der Jahrhunderte wertvolle Lebensräume entstanden. Feuchtflächen sind aber nicht nur Lebensraum für viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten, sondern erfüllen auch aufgrund ihrer regulierenden Wirkung für den Wasserhaushalt und das Klima eine wichtige Funktion für die Bodenfruchtbarkeit.

Mit dem Aufkommen der sog. Gitterrosthaltung wurde die Streugewinnung immer mehr zurückgedrängt. Es kam zur Verbrachung und Verfilzung, bzw. Verbuschung der Flächen. Viele Flächen wurden großflächig mit Erlen und Eschen, aber auch Fichten aufgeforstet. Dies führte zu einem dramatischen Rückgang bzw. völligen Verschwinden der seltenen Flora und Fauna.

Da Streuwiesen für unsere heimische Natur einen unersetzlichen Lebensraum darstellen, sind sie nun seit dem 1.9.1982 über das Bayerische Naturschutzgesetz geschützt.

Sie müssen in Ihrer Vielfalt, Eigenheit und Schönheit erhalten bleiben. Dies erfordert gerade bei Streuwiesen eine fachgerechte Pflege um den weiteren Rückgang der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern.

Die Mäharbeiten werden im Spätsommer bis Herbst durchgeführt, wobei das Mähgut heraus geräumt werden muß, um eine Überdüngung zu verhindern.

Im Landkreis Altötting konnten mittlerweile die Restbestände der letzten Streuwiesen durch landschaftspflegerische Maßnahmen nicht nur gesichert, sondern durch Vernetzung und Entbuschung sogar wieder ausgeweitet werden werden.

Durch die extensive Pflegemahd der letzten Streuwiesen im Landkreis Altötting wird somit ein wichtiger Beitrag zum Schutz der hier angesiedelten Tier- und Pflanzenwelt geleistet.

Entscheidend ist dabei die Mitwirkung der jeweiligen Grundeigentümer, wobei sich in den letzten Jahren eine zunehmende Bereitschaft der Landwirte abzeichnet, sich im Naturschutz zu engagieren. Daß diese Arbeit auch entlohnt werden muß, ist dabei selbstverständlich. Bei der Landschaftspflege geht es nicht um Subventionierung und Arbeitsbeschaffung, vielmehr handelt es sich um eine wertvolle Dienstleistung durch den Erhalt der Kulturlandschaft mit elementarer Bedeutung für unsere Ressourcen und der immer wichtiger werdenden Erholungsfunktion, die angemessen entlohnt werden muss.